Der OCEAN-Test fürs Team ist ein kostenloser Online-Test von Alexander Lengowski, der die fünf Skalen des Big-Five-Modells für ein ganzes Team sichtbar macht. Jeder beantwortet für sich 20 kurze Aussagen, das dauert rund drei Minuten. Danach seht ihr alle Ergebnisse übereinander in einem gemeinsamen Bild und zu jeder Skala steht, wo ihr euch vermutlich leichttut und wo es gerade deshalb klemmen kann. Das geht schon ab zwei Personen und niemand braucht dafür eine E-Mail-Adresse.
20 Aussagen je Person · rund 3 Minuten · ab 2 Personen · ohne E-Mail-Adresse
Nicht verwechseln: Das hier ist nicht Deep O.C.E.A.N.®. Die ausführliche Analyse mit zehn Skalen und persönlichem Gespräch findest du hier →Die Namen klingen ja fast gleich und beide bauen auf dem Big-Five-Modell auf. Trotzdem sind das zwei ganz verschiedene Dinge. Der OCEAN-Test fürs Team ist der kostenlose erste Blick, den ihr euch selbst anseht. Deep O.C.E.A.N.® ist die ausführliche, kostenpflichtige Analyse von Hartmann, Buchner und Hümmeke, mit Auswertungsgespräch bei einem zertifizierten Coach.
Am besten sieht man den Unterschied an einem echten Menschen, deshalb zeige ich hier ganz offen mein eigenes Profil. Beide Bilder zeigen dieselbe Person mit denselben Daten. Die fünf Werte im hellen Kasten stammen dabei aus meinem Deep-O.C.E.A.N.-Profil und nicht aus dem kostenlosen Test, denn nur so lassen sich die beiden Bilder ehrlich vergleichen.

Mein Profil auf den fünf großen Skalen: Offenheit 50, Gewissenhaftigkeit 43, Extraversion 5, Verträglichkeit 95, Neurotizismus 33.

Dasselbe Profil auf zehn Aspekten: Aus Gewissenhaftigkeit 43 werden Ordnung 88 und Fleiß 7, aus Neurotizismus 33 werden Rückzug 83 und Volatilität 6.
Die Zahlen sind Perzentile. Eine 88 heißt also, dass ich hier höher liege als rund 88 von 100 Menschen der Vergleichsgruppe. Schau dir einmal an, was aus drei unauffälligen Werten wird, sobald man genauer hinsieht.
Die 43 sieht nach solider Mitte aus. Dahinter steckt aber kein Mittelmaß, sondern ein großer Gegensatz: Planen und Systematisieren liegen mir laut Profil sehr, lange zielgerichtete Anstrengung dagegen deutlich weniger. Wer nur die 43 kennt, würde mir vielleicht eine ganz falsche Aufgabe geben.
Die 33 klingt einfach nach gelassen. Auf kleine Stressoren reagiere ich laut Profil ja auch kaum heftig. Bei Unsicherheit und Stress neige ich allerdings deutlich dazu, mich zurückzuziehen. Von außen sieht man das vielleicht gar nicht, weil es eben leise passiert.
Eine glatte 50, also genau in der Mitte? Tatsächlich liegt hier fast nichts in der Mitte. Ästhetik und Kreativität sprechen mich laut Profil deutlich stärker an als abstrakte Ideen und Konzepte.
Und manchmal sagen beide Bilder eigentlich dasselbe: Verträglichkeit 95 mit Empathie 91 und Politeness 95, Extraversion 5 mit Enthusiasmus 15 und Dominanz 5. Der kostenlose Test liegt also nicht falsch. Er fasst nur zusammen, was Deep O.C.E.A.N.® auseinandernimmt und im Zusammenspiel auswertet. Das sind Pole auf einer Skala, keine Schubladen. Die meisten liegen irgendwo dazwischen. Und kein Wert macht mich besser oder schlechter, auch nicht die 7.
Stell dir eine Fahrt vor, zum Beispiel von München nach Berlin. München ist der Ort, an dem ihr heute steht. Berlin ist der Ort, an dem ihr ankommen wollt. In meiner Welt gesprochen ist Persönlichkeit dabei der Fahrstil: Der eine fährt sportlich und wechselt oft die Spur, die andere fährt lieber ruhig und vorausschauend. Solange jeder allein unterwegs ist, fällt das ja kaum auf. Im Team aber seid ihr füreinander die anderen Verkehrsteilnehmer und dann wird aus dem Fahrstil des einen ganz schnell der Stau der anderen.
Genau deshalb sieht im Team ja so vieles nach Streit aus, obwohl dahinter eigentlich ein Unterschied in der Persönlichkeit steckt. Wer einen klaren Plan braucht, hält den Kollegen ohne Plan schnell für unzuverlässig. Dieser Kollege wiederum empfindet genau denselben Plan als Korsett und hält den anderen für kontrollierend. Beide arbeiten halt nur anders. Und solange niemand das ausspricht, reden sie über Termine und meinen doch eigentlich etwas ganz anderes.
Der Einzeltest zeigt dir ja erst einmal, wo du selbst auf den fünf Skalen liegst. Das Team-Ergebnis zeigt zusätzlich, was eben erst im Zusammenspiel entsteht. Das sind Pole auf einer Skala, keine Schubladen. Die meisten liegen irgendwo dazwischen. Und kein Wert ist besser als ein anderer, auch wenn nicht jeder in jeder Lage gleich gut passt.
Bei jeder Skala kommt es eigentlich auf zwei Fragen an: Wo liegt ihr gemeinsam und wie weit liegt ihr auseinander? Liegen alle eng beieinander, versteht ihr euch auf dieser Skala meist schnell, nur fällt euer gemeinsamer blinder Fleck dann niemandem auf. Liegt ihr weit auseinander, reibt es öfter, nur steckt darin eben auch die Chance, dass ihr euch ergänzt.
Die einen wollen ausprobieren und die anderen erst einmal absichern. Das kann bei jeder Veränderung reiben. Gut genutzt bringen die einen die Idee ein und die anderen prüfen, ob sie trägt.
Hier geht es im Grunde um Pläne und Zusagen. Wo die Unterschiede groß sind, sollte ein Team klären, was fest gilt und wo Freiraum bleibt.
Die einen reden sich warm und die anderen brauchen erst einen Moment für sich. In Besprechungen setzen sich dann schnell immer dieselben durch, obwohl der fehlende Gedanke vielleicht gerade bei den Leiseren liegt.
Was die einen als klare Ansage meinen, kommt bei den anderen als Angriff an, obwohl niemand das böse meint. Wer das voneinander weiß, kann sich ergänzen: Die einen sprechen das Problem an und die anderen halten die Beziehung dabei zusammen.
Die einen schlagen schon früh Alarm und die anderen sehen noch gar keinen Grund dazu. Dabei braucht ein Team im Grunde beide: ein Frühwarnsystem und jemanden, der in der Krise ruhig bleibt.
Das Big-Five-Modell, international auch OCEAN genannt, ist das Ergebnis von rund 80 Jahren Forschung und 10.000 Studien. Auch zur Frage, wie Persönlichkeit im Team eigentlich wirkt, gibt es belastbare Arbeiten. Die Metaanalyse von Peeters, van Tuijl, Rutte und Reymen aus dem Jahr 2006 wertet je nach Skala Daten von 106 bis 527 Teams aus. Teams mit im Schnitt höherer Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit leisteten dort im Mittel mehr. Große Unterschiede auf genau diesen beiden Skalen gingen dagegen eher mit schwächerer Leistung einher.
Daraus folgt aber ganz sicher nicht, dass man Menschen nach Skalenwerten aussortieren sollte. Die Zusammenhänge sind mäßig stark und sagen nichts über einen einzelnen Menschen oder ein einzelnes Team. Für den Alltag ist ja etwas anderes viel nützlicher: Wenn ihr wisst, wo ihr weit auseinanderliegt, könnt ihr darüber sprechen und Regeln finden, bevor aus dem Unterschied ein Konflikt wird.
Der OCEAN-Test fürs Team ist ein Gesprächsanlass und eine grobe Standortbestimmung mit 20 Aussagen, die an den frei zugänglichen International Personality Item Pool angelehnt sind. Ein geprüftes diagnostisches Verfahren ist er nicht. Deshalb gelten drei klare Spielregeln:
Alexander Lengowski war ja selbst sieben Jahre Betriebsrat. Ein ehrliches Gespräch entsteht im Team eben nur dann, wenn niemand Angst vor dem Ergebnis haben muss.
Für einen ehrlichen ersten Blick darauf, warum im Team eigentlich manches reibt.
Schon zu zweit seht ihr, wo ihr euch ergänzt und wer im Zweifel den Ausschlag gibt.
Als niedrigschwelliger Einstieg in die Teamentwicklung, der nichts kostet.
Ihr könnt ein Team anlegen und begleiten, ohne selbst mitzumachen.
Als gemeinsamer Blick auf das, was im Alltag zwischen euch reibt.
Der Test heißt zwar „fürs Team“, aber das Modell dahinter gilt natürlich für alle Menschen, nicht nur im Büro. Auch zwei Menschen, die privat zusammengehören, können ihn gemeinsam machen. Tragt beim Anlegen als Teamnamen einfach zum Beispiel „Wir zwei“ ein und wählt die Variante mit Namen. Jeder antwortet für sich und danach seht ihr beide Linien übereinander. Vielleicht erklärt das schon so manches: warum der eine Pläne braucht und die andere lieber spontan bleibt, oder warum die eine früh Alarm schlägt, wo der andere noch ganz gelassen ist.
Die kurzen Deutungen im Ergebnis sind allerdings für die Zusammenarbeit geschrieben, ihr müsst sie also ein wenig auf euren Alltag übertragen. Und der Test sagt nicht, ob ihr zusammenpasst. Er ersetzt auch keine Paartherapie. Er gibt euch nur einen guten Anlass, miteinander zu reden. Auch im Paar-Coaching kann er ein guter Einstieg sein. Wer es genauer wissen will, findet bei Deep O.C.E.A.N.® die Partner- und Beziehungs-Auswertung mit persönlichem Gespräch.
Der OCEAN-Test fürs Team läuft im Browser und funktioniert deshalb überall, in Deutschland genauso wie in Österreich und der Schweiz, auch wenn euer Team über mehrere Standorte oder Schichten verteilt ist.
Wer danach persönliche Begleitung will, findet sie bei Alexander Lengowski, Business & Mental Coach und Trainer für Persönlichkeit und Führung im Mittelstand. Sein Sitz ist Unterneukirchen im Landkreis Altötting in Bayern. Workshops für Teams und Teamentwicklung bietet er vor Ort im bayerischen Mittelstand an, also im Landkreis Altötting und Mühldorf am Inn, im Raum Rosenheim und Traunstein bis München. Im übrigen Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz arbeitet er remote. Mehr dazu steht beim Führungskräftetraining im bayerischen Mittelstand.
Gespeichert werden nur der Teamname, Vornamen und die fünf Werte jeder Person, die einzelnen Antworten nicht. Wer ohne Namen teilnimmt, erscheint als Person mit einer Nummer. Jeder kann seinen Eintrag selbst löschen und wer das Team angelegt hat, kann das ganze Team löschen. Nach spätestens 90 Tagen verschwindet alles von selbst. Die Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Alexander Lengowski ist Business & Mental Coach und Trainer für Persönlichkeit und Führung im Mittelstand. Er bringt 36 Jahre Berufserfahrung mit, davon 14 Jahre in der Führung sowie 7 Jahre als Betriebsrat. Sein Hintergrund sind Logistik und Industrie. Außerdem ist er zertifizierter Deep-O.C.E.A.N.®-Coach und betreibt mit der Wissensdatenbank eine große Sammlung zu Führung.
Zum Weiterlesen: Persönlichkeiten im Team verstehen · Das Big-Five-Modell einfach erklärt · Der OCEAN-Test für dich allein · Team-Ebenen-Check
Der OCEAN-Test fürs Team ist ein kostenloser Online-Test von Alexander Lengowski. Jede Person beantwortet 20 Aussagen zu den fünf Skalen des Big-Five-Modells und das Team sieht danach alle Ergebnisse übereinander in einem gemeinsamen Bild.
Nein. Der OCEAN-Test fürs Team ist eine kostenlose Standortbestimmung mit fünf Skalen und 20 Aussagen, die ihr selbst lest. Deep O.C.E.A.N.® ist eine kostenpflichtige, lizenzierte Persönlichkeitsanalyse von Hartmann, Buchner und Hümmeke. Sie misst zehn Skalen, wertet ihr Zusammenspiel aus und schließt ein persönliches Auswertungsgespräch ein.
Der Test ist kostenlos. Und weder die Person, die das Team anlegt, noch die Teilnehmenden brauchen dafür eine E-Mail-Adresse oder eine Anmeldung.
Das Team-Ergebnis erscheint ab zwei Personen, also auch für eine Doppelspitze. In der Variante ohne Namen braucht es mindestens drei, weil man zu zweit natürlich erraten kann, wer wer ist.
Ja, auch ein Paar kann den Test gemeinsam machen und sieht danach beide Ergebnisse übereinander. Die Deutungen sind für die Zusammenarbeit geschrieben, lassen sich aber gut auf den Alltag übertragen. Ob zwei Menschen zusammenpassen, sagt der Test nicht und eine Paartherapie ersetzt er auch nicht.
Ja, alle, die mitmachen, sehen dasselbe Team-Ergebnis. In der Variante mit Namen entscheidet jede Person selbst, ob ihr Name erscheint. Ohne Haken steht dort nur eine Nummer, was sich in kleinen Teams allerdings manchmal trotzdem erraten lässt.
Der Test ist auf Freiwilligkeit ausgelegt und das Team-Ergebnis gehört nicht in Beurteilungen oder Personalentscheidungen. Gibt es im Betrieb einen Betriebsrat, sollte die Führungskraft am besten vorher mit ihm sprechen. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Hinweis nicht.
Gespeichert werden der Teamname, Vornamen und die fünf Werte, die einzelnen Antworten nicht. Jeder kann seinen Eintrag selbst löschen und nach spätestens 90 Tagen wird alles automatisch gelöscht.
Mit 20 Aussagen je Person ist das Ergebnis eine grobe Standortbestimmung und kein geprüftes diagnostisches Verfahren. Es zeigt euch aber schon ziemlich gut, worüber sich ein Gespräch lohnt.
Ja. Alexander Lengowski sitzt in Unterneukirchen im Landkreis Altötting und bietet Workshops für Teams vor Ort im bayerischen Mittelstand an, vom Landkreis Altötting und Mühldorf am Inn über den Raum Rosenheim und Traunstein bis München. Außerhalb dieser Region arbeitet er remote im deutschsprachigen Raum.