Reise des Lebens · Rund laufen
Stell dir vor, an deinem Auto ist ein Reifen an einer Stelle platt gedrückt. Er ist nicht kaputt, er dreht sich noch, aber er läuft nicht mehr rund. Bei jeder Umdrehung ruckelt es. Je schneller du fährst, desto unangenehmer wird das Eiern. Genau dieses Bild steckt hinter dem Lebensrad. Es fragt: Welche Bereiche deines Lebens sind gut aufgepumpt, und wo ist die Luft raus, sodass das Ganze eiert?
Auch das ist mehr ein Selbstführungs- als ein reines Führungswerkzeug. Aber gerade Führungskräfte, die viel Verantwortung tragen, laufen Gefahr, dass ein, zwei Lebensbereiche alles andere überrollen. Und wer selbst eiert, führt auf Dauer schlecht. Schauen wir uns an, wie das Rad funktioniert.
Stell dir einen Kreis vor, aufgeteilt in acht Tortenstücke, jedes steht für einen Lebensbereich. Typisch sind Beruf und Berufung, Gesundheit, Familie und Partnerschaft, Freunde und soziales Umfeld, Finanzen, Freizeit und Erholung, persönliche Entwicklung sowie Sinn oder Spiritualität. Nun bewertest du jeden Bereich ehrlich auf einer Skala von eins bis zehn: Wie zufrieden bin ich hier gerade? Dann verbindest du die Punkte. Was entsteht, ist selten ein schöner runder Kreis, sondern eine zerklüftete Form. Und genau die zeigt dir, wo dein Rad eiert.
Der Wert liegt nicht im Ausfüllen, sondern in dem Gespräch, das du danach mit dir selbst führst. Wo ist die größte Delle, und stört sie mich überhaupt? Manchmal ist ein niedriger Wert völlig in Ordnung, weil dieser Bereich dir gerade nicht wichtig ist. Manchmal ist er ein Alarmsignal. Wichtig ist auch: Das Ziel ist nicht, überall eine Zehn zu erreichen. Ein Leben, in dem alles gleich viel Raum bekommt, gibt es nicht. Es geht um ein Verhältnis, mit dem du gut und ehrlich fährst.
Ein Rad mit einer platten Stelle eiert. Sichtbar gemacht, kannst du gezielt dort Luft nachfüllen, wo sie fehlt.
Führung frisst Zeit und Energie, und oft ist es der Beruf, der sich immer mehr Raum nimmt, während Gesundheit, Beziehungen oder Erholung stillschweigend schrumpfen. Eine Weile geht das gut, aber ein platter Reifen wird mit der Zeit nicht besser. Wer regelmäßig, etwa einmal im Quartal, sein Lebensrad anschaut, merkt früh, wenn eine Delle entsteht, und kann gegensteuern, bevor es ruckelt. Das ist gelebte Selbstführung und hängt eng mit der Fähigkeit zusammen, unter Druck ruhig zu bleiben.

Jeder Artikel hier ist eine Etappe auf deiner Reise. Der Kompass zeigt dir, wo du gerade stehst und wohin es als Nächstes geht.
Du bist hier: Das Lebensrad.
Dein nächster Schritt: Bring Ordnung in Aufgaben und Entscheidungen.
Weiter zu: Produktivität und Entscheidungen →Ein einfaches Reflexionswerkzeug, das dein Leben in mehrere Bereiche aufteilt, etwa Beruf, Gesundheit, Beziehungen und Finanzen. Du bewertest jeden Bereich auf einer Skala und siehst so auf einen Blick, wo du zufrieden bist und wo etwas zu kurz kommt.
Teile einen Kreis in acht Bereiche, bewerte jeden ehrlich von eins bis zehn und verbinde die Punkte. Die entstehende Form zeigt dir, wo dein Rad rund läuft und wo es eiert. Danach überlegst du, welche Delle dich wirklich stört und wo du ansetzen willst.
Nein. Das Ziel ist kein perfekt runder Kreis mit lauter Zehnen, sondern ein stimmiges Verhältnis. Ein niedriger Wert kann völlig in Ordnung sein, wenn dir dieser Bereich gerade nicht wichtig ist. Entscheidend ist deine ehrliche Bewertung, nicht ein Ideal.
Als Momentaufnahme eignet es sich gut für eine regelmäßige Standortbestimmung, zum Beispiel einmal im Quartal oder zum Jahreswechsel. So bemerkst du früh, wenn ein Bereich schleichend zu kurz kommt, und kannst gegensteuern.
Dein Rad eiert gerade, weil die Führung alles überrollt? In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns an, wie du wieder runder läufst, ohne dein Engagement aufzugeben. Kostenloses Erstgespräch →